Nach starkem Beginn den Faden verloren

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Nach starkem Beginn den Faden verloren

Klarer kann man seine Stärken und Schwächen auswärts nicht demonstrieren. Der TV Lich beherrschte bei den Kaiserslautern Braves die erste Halbzeit dieses Basketball-Pro-A-Spiels mit starker Defense, führte mit 33:27. „Dann haben wir aber unsere taktische Linie verlassen und sind ins Hintertreffen geraten“, ärgerte sich Lichs Trainer Alexander Biller nach Spielende. So stand eine 72:82-Niederlage zu Buche, die man hätte vermeiden können.

„Ich bin wirklich stinksauer. Das war unser schlechtestes Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner super kontrolliert, dann haben wir uns selbst ein Bein gestellt. Deswegen bin ich auch so stinkig“, polterte Biller. Viel Potenzial, aber auch viel jugendlicher Leichtsinn steckt in der aktuellen Mannschaft der Licher.

„Kaiserslautern ist eine Mannschaft, die mit sehr viel Willen den Korb attackiert. Das haben wir in der ersten Halbzeit verhindert, später nicht mehr. In der Offensive lief es aber auch nicht gut. Unsere Guards hatten alle keinen besonders guten Tag, außer Viktor Klassen“, erklärte der Licher Coach. Klassen überzeugte in der Defensive und bereitete vier Körbe vor. In den Angriff schaltete er sich ansonsten aber nur spärlich ein, nur einer der vier Dreierversuche des Licher Scharfschützen saß.

Einen rabenschwarzen Tag hatte Lichs Amerikaner Brandon Jenkins erwischt, er traf nur einen seiner acht Wurfversuche und verlor viermal den Ball. Offensiv nicht wirklich in Szene setzen konnte sich der amerikanische Brettspieler Gary Hamilton, der nur sechs Punkte machte. Allerdings stellte Hamilton mit 16 Rebounds eine neue Liga-Bestmarke auf. Michael Wilds fing nur zwei Abpraller, war dafür aber neben Johannes Lischka (25 Punkte) der Offensivgarant des TV LICH. Der junge Mathias Perl sammelte in seinem knapp fünfminütigen Einsatz drei Rebounds.

„Wir hätten zur Halbzeitpause schon mit zehn oder 15 Punkten führen können, lagen aber nur mit sechs Punkte vorne. Dann kassieren wir im dritten und im vierten Viertel genauso viel oder sogar jeweils noch mehr Punkte, als wir in der gesamten ersten Halbzeit zugelassen haben. Kaiserslautern ist ins Laufen gekommen, wir haben diese Läufe nicht stoppen können, weil wir schlecht von Angriff auf Abwehr umgeschaltet haben“, so Biller.

Am nächsten Samstag empfängt der TV LICH um 20 Uhr den Mitteldeutschen BC, bis dahin wird der Trainingsschwerpunkt dieser Woche bei den Bierstädtern wohl die Defensivarbeit sein.

Punkteverteilung:

Kaiserslautern Braves: Holcomb-Faye (6), Schwartz (10/2 Dreier), Mathies (18), Damjanovic, Kreis (9/1), Komarek (3), Robbins (19), Oliver (17/2), Münch, Schulze.
TV LICH: Wilds (18/2), Hamilton (6), Scholz (5/1), Klassen (5/1), Brauer, Perl, Jenkins (4/1), Lischka (25/1), Poiger (9/1).


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